Liebe [Name], liebe Kolleginnen und Kollegen,
ich habe lange überlegt, wie man [Jahre] Jahre in ein paar Minuten unterbringt. Die ehrliche Antwort: gar nicht. Deshalb versuche ich es erst gar nicht, sondern erzähle von dem, was wir an dir hatten — und was ab Montag fehlen wird.
Als du [Eintrittsjahr] bei [Firma] angefangen hast, gab es hier noch [etwas, das es heute nicht mehr gibt: das Faxgerät im Flur, die Stechuhr, den alten Standort]. Seitdem hast du [Anzahl] Chefs erlebt, [Anzahl] Umzüge und mehr neue Software, als irgendjemand zählen möchte. Und durch all das hindurch warst du die Konstante: Wer in [Abteilung] etwas nicht wusste, hat nicht im Handbuch nachgesehen, sondern bei dir angerufen.
Eine Geschichte erzählen sich hier alle, deshalb erzähle ich sie auch: [Ihre Anekdote — zum Beispiel: Als im Winter die Lieferung nicht kam, bist du abends um halb zehn noch selbst ins Lager gefahren und standest am nächsten Morgen trotzdem als Erste wieder da.] Das war typisch für dich. Nicht, weil du nicht nach Hause wolltest, sondern weil du es nicht ausgehalten hast, wenn etwas liegen blieb, das andere brauchten.
Was wir von dir gelernt haben, steht in keiner Stellenbeschreibung. [Was das Team gelernt hat — zum Beispiel: dass man ein Problem erst verstanden hat, wenn man es jemand anderem erklären kann.] Und dass man auch an schlechten Tagen freundlich zu dem Menschen am Telefon sein kann, der nichts dafür kann.
Du hast oft gesagt: „[Lieblingssatz der Person]“. Wir haben darüber gelächelt. Ab Montag werden wir ihn uns gegenseitig sagen, wenn es wieder klemmt — und dabei an dich denken.
Für die Zeit, die jetzt kommt, wünschen wir dir vor allem eines: dass der Kalender endlich dir gehört. Zeit für [Garten, Enkel, Chor, die lange aufgeschobene Reise]. Ausschlafen ohne schlechtes Gewissen. Und Dienstagvormittage, an denen nichts passieren muss.
Ich weiß, dass du keine großen Auftritte magst, deshalb mache ich es kurz: Danke, [Name]. Für [Jahre] Jahre, in denen man sich auf dich verlassen konnte, für deine Geduld mit uns und für das Lachen, das man zwei Büros weiter noch gehört hat.
Bitte erhebt mit mir das Glas: Auf [Name] — und auf alles, was jetzt kommt!